Bulletin 08/2026

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Warum Glück keine Strategie ist; Kruger-Dunning-Effekt; Besessen von der Idee, das Wetter zu verstehen; Toftum Bjerge Denmark magic Paragliding


FLARM macht in ihrem aktuellen Newsletter deutlich, warum es Sinn macht, eben mit FLARM zu fliegen (original übersetzt aus dem Englischen):

Warum Glück keine Strategie ist

Ein aktuelles Beispiel verdeutlicht anschaulich, welche Rolle Sicherheitsvorrichtungen wie FLARM im Luftraum spielen: Vor einigen Wochen sorgte ein Video für Schlagzeilen, das zeigt, wie schmal der Grat zwischen einem Glück im Unglück und einer Katastrophe am Himmel sein kann. Am 23. Mai 2026 kollidierte eine Cessna 172 auf einem Rundflug in der Nähe von Zell am See (Salzburg) mit dem Schirm einer Gleitschirmpilotin. Sowohl die Gleitschirmpilotin als auch der Cessna-Pilot hatten unglaubliches Glück: Ihr gelang es, rechtzeitig ihren Reservefallschirm zu öffnen und sicher zu landen, während er sein Flugzeug unbeschadet zur Landung brachte – und beide kamen bis auf ein paar blaue Flecken unverletzt davon. Wir haben anschließend mit der Gleitschirmpilotin gesprochen. Ihr Fazit: Man sollte sich in der Luft nicht auf Glück verlassen; stattdessen ist zuverlässige Technik erforderlich, um frühzeitig vor anderem Flugverkehr zu warnen. Genau dafür steht FLARM.


Neulich habe ich ein Video publiziert, in dem der sogenannte Kruger-Dunning-Effekt für den Gleitschirmsport als besonders gefährlich dargestellt wurde. Wissenschaft wäre nicht Wissenschaft, wenn nicht vormals gesicherte Erkenntnisse wieder infrage gestellt würden. Der folgende Text ist eine kurze ChatGPT-Zusammenfassung des ausführlichen Beitrags auf www.scinexx.de zum Thema:

Eine neue Studie der University of Bath und der London School of Economics stellt den klassischen Dunning-Kruger-Effekt infrage. Während bisher angenommen wurde, dass sich vor allem wenig kompetente Menschen überschätzen, zeigt eine erneute Analyse mit verbesserten statistischen Methoden ein anderes Bild: Die frühere Interpretation könnte größtenteils auf statistischen Verzerrungen beruhen. Tatsächlich neigen eher besonders kompetente Personen dazu, ihre Fähigkeiten stärker zu überschätzen.

Die Forschenden führen dies unter anderem auf Zufallseinflüsse bei Testergebnissen sowie den statistischen Effekt der „Regression zur Mitte“ zurück. Zwar kann mangelnde Selbstwahrnehmung bei einzelnen Personen weiterhin zu einer Überschätzung führen, sie erklärt das ursprüngliche Dunning-Kruger-Muster jedoch nicht vollständig.

Außerdem schlagen die Autoren eine evolutionäre Erklärung vor: Ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung könnte vorteilhaft sein, da es das Ansehen und den sozialen Status erhöht. Gleichzeitig sorgt die menschliche Verlustaversion dafür, dass die meisten Menschen trotz ihres Selbstvertrauens nicht übermäßig riskant handeln.


Gerade wir Gleitschirmflieger sind sehr abhängig vom Wetter. Daher ist es sinnvoll, die kulturellen Hintergründe und die Historie dazu zu verstehen. Einen interessanten Artikel gibt es dazu auf Welt.de: »Besessen von der Idee, das Wetter zu verstehen«, den ich mithilfe von ChatGPT zusammengefasst habe:

Der Text beschreibt die Entwicklung des Wetterwissens und zeigt, wie eng Meteorologie und Literatur über Jahrhunderte miteinander verbunden waren. Der Literaturwissenschaftler Michael Gamper untersucht, wie sich das Verständnis des Wetters in wissenschaftlichen Erkenntnissen und literarischen Werken widerspiegelt.

Lange Zeit basierte die Wetterdeutung auf Beobachtungen, Bauernregeln und teils falschen Annahmen, etwa dem Glauben an den Einfluss der Planeten. Erst mit der Entwicklung präziser Messinstrumente wie Thermometer, Barometer und Hygrometer sowie der systematischen Datenerfassung im 18. Jahrhundert entstand die Meteorologie als Wissenschaft.

Schriftsteller wie Johann Wolfgang von Goethe und Adalbert Stifter griffen das Wetter intensiv in ihren Werken auf. Goethe beteiligte sich sogar an meteorologischen Messungen und übernahm die bis heute gültige Wolkenklassifikation. Während Literatur zunächst versuchte, das Wetter zu verstehen und zu erklären, wandelte sich ihre Rolle mit den Fortschritten der Meteorologie: Wetter wurde zunehmend zum poetischen Symbol und Stoff künstlerischer Gestaltung („Meteopoetologie“).

Mit Wetterstationen, Telegrafie, Wetterballons und modernen Computern verbesserten sich Wettervorhersagen stetig. Heute erweitert sich der Blick vom Wetter auf das Klima. Laut Gamper entsteht mit der Climate Fiction bereits ein neues literarisches Genre, das sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt.

Abschließend betont der Text, dass Gespräche über das Wetter keineswegs nur belangloser Small Talk sind. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse gewinnen sie wieder eine existenzielle Bedeutung, da Informationen über Hitzewellen, Starkregen oder Stürme helfen können, Menschen rechtzeitig zu warnen und zu schützen.


Seit nunmehr 19 Jahren macht Gunter Kiphard Videos und veröffentlicht diese auf seinem YouTube-Kanal. Unter anderem thematisiert er Fluggebietsinfos, so wie im aktuellen Video, das von den Soaringmöglichkeiten an der Westküste Dänemarks berichtet. Es lohnt sich aber auch, in seinem Archiv zu stöbern. Das ein oder andere Video hat fast schon Kinoqualität.

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