Vario-Sound anpassen: Effizient fliegen ohne nerviges Piepen

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Ein paar Stunden mit einem piepsenden Vario zu fliegen, kann unter Umständen schon nervtötend sein. Wie kann ich das Vario so einstellen, dass es mir alle wichtigen Informationen auditiv mitteilt, ohne mir jedoch zu stark auf die Nerven zu gehen?

Mir persönlich gehen insbesondere das nervöse Gepiepe in der starken Thermik, aber auch der dauernde Ton im Sinken auf den Sack.

Grundlage der Überlegungen, um eine möglichst nervenschonende Einstellung zu finden, ist: Wie fliege ich, bin ich ein normaler Streckenflieger oder der XC-Crack, der auch das stärkste Steigen noch nachzentrieren möchte, möchte ich starkes Sinken fein heraushören, um je nach Stärke des Sinkens den Beschleuniger zu treten?

Die Informationen, die ich während des Flugs benötige, kann man wie folgt kurz umreißen:

  • Größtenteils fliege ich in den Alpen und die Thermiken sind teilweise recht heftig. Da ich in der Regel stärkere Thermik ab 4 m/s nicht mehr nachzentriere, benötige ich die Information nicht, ob es teilweise beim Kreisen noch stärker steigt.
  • Ab einem Sinken von 0,05 m/s genügt mir ein kurzes, tiefes Piep, um daran zu erinnern, in den Beschleuniger zu treten.
  • Stärkeres Sinken ab 4 m/s interessiert mich nicht wirklich, da ich bei einer Talquerung gegebenenfalls ohnehin schon voll im Beschleuniger bin.
  • Nicht nur im Flachland, auch in den Bergen hat man praktisch bei jedem XC-Flug eine Baustelle, an der auch geringstes Steigen zuverlässig angezeigt werden soll. Ab einem „Steigen“ von 0 m/s kann es sich manchmal schon lohnen, einen Thermiksuchkreis einzulegen.
  • Um den Nervfaktor weiter zu reduzieren, reichen kurze Töne über den gesamten Steig- und Sinkbereich.
  • Tonfrequenzen höher als 1000 Hz nerven mich ebenfalls und benötige ich nicht.

Aus den Anforderungen resultierend ergeben sich folgende Einstellungen:

  • Auditiv soll ab einem Steigen von 0 m/s das Steigen und ab einem Sinken von 0,05 m/s mitgeteilt werden. In einem kleinen Bereich von 0,04 m/s sinken, bleibt das Vario ruhig.
  • Im Steigen ab 0,00 bis 4,00 m/s steigt die Tonfrequenz von 200 auf 1000 Hz linear an (Parameter Hertz) und der Abstand der Töne von 1000 ms auf 400 ms linear ab (Parameter Cycle ms).
  • Ab einem Sinken von 0,50 m/s bis 4,50 m/s bleibt die Tonfrequenz konstant bei 200 Hz und der Abstand der Töne sinkt von 2000 ms auf 800 ms linear ab.
  • Das Ein/Ausschaltverhältnis ist im kompletten Bereich bei 10 % (Parameter Duty %). Die Tonlänge reicht mir aus, um die entsprechende Information zu der Luftmasse zu bekommen.
  • Ich bekomme also das Steigen und Sinken nur durch die Tonfrequenz und den Abstand der Töne mit, was für mich aber ausreicht.

Im XC-Tracer sehen die gewählten Einstellungen wie folgt aus:

ClimbToneOnThreshold=0
ClimbToneOffThreshold=-0.01
SinkToneOnThreshold=-0.05
SinkToneOffThreshold=-0.04
tone=-10.00,200,800,10
tone=-8.00,200,800,10
tone=-6.00,200,800,10
tone=-4.50,200,800,10
tone=-2.50,200,1400,10
tone=-0.50,200,2000,10
tone=0.00,200,1000,10
tone=2.00,600,700,10
tone=4.00,1000,400,10
tone=6.00,1000,400,10
tone=8.00,1000,400,10
tone=10.00,1000,400,10

Die Einstellungen können auf der Webseite von XC Tracer am PC getestet und probegehört werden. Einfach die obigen Parameter in das Textfeld einfügen.

Bedeutung der Parameter:

Hertz: Tonfrequenz, Einstellbereich von 200 bis 2000 Hz

Cycle ms: Abstand der Töne, Einstellbereich von 10 bis 2000 ms. Bei einem Duty % von 100 % hat dieser Parameter keine Bedeutung.

Duty %: Ein/Ausschaltverhältnis des Tons. 0 % bedeuten keinen Ton, 100 % bedeuten Dauerton.

Ich finde die Einstellung sehr nervenschonend und das Fliegen macht mehr Spaß. Welche Einstellungen wählst du und warum? Lass es mich in den Kommentaren wissen. Vielen Dank.

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