Flug in der Frühjahrsthermik vom Brauneck nach Sauerlach

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Schon jetzt zeichnet es sich ab, dass es der richtige Schritt war, von einem EN-C wieder auf EN-B zu wechseln. Nach längerer Zeit mal wieder ein Flugbericht von mir.

Prolog

Vorhergesagt waren von XC Therm kräftige Frühjahrsthermik mit Südwind. Vereinskollegen haben schon gewarnt, dass Schneetiefen mit über einem Meter Tiefe am Brauneck zu erwarten sind. Da die Bergbahn erst morgen ihren Sommerbetrieb wieder aufnimmt, musste ich notgedrungen hoch laufen.

Planung

Keine besondere Planung, vorhergesagt waren Südwind und Wolkenthermik und daher hat es sich angeboten Richtung München zu fliegen.

Hike

Der Aufstieg war ausgesprochen schwierig, da die Schneetiefe über einem Meter tief war und leider nicht tragfähig. So bin ich immer wieder sehr tief eingesunken, was sehr kraftraubend war. Ich hatte zwar Grödel mitgenommen, aber notwendig wären Schneeschuhe. Aus den geplanten 2,5 Stunden wurden am Ende 4 Stunden für den Aufstieg. Aber ich habe es geschafft 🙂

Start

Der Start war relativ einfach, da der Wind perfekt aus Süd anstand. Der Start war in der Nähe der Drachenrampe für uns Gleitschirmflieger freigeräumt, danke hierfür. Ansonsten wäre wohl ein Start bei den Schneetiefen nicht möglich gewesen.

14:13

Am Anfang war es nicht ganz einfach, Thermik zu finden, mit einem Schreckmoment inklusive. Ich bin in eine Thermik eingedreht und habe die Geschwindigkeit eines anderen Piloten unterschätzt, der unterhalb von mir ebenfalls in der gleichen Thermik gedreht ist. Sein Unmut hat er mit einem kurzen Ruf kund getan, aber aus meiner Sicht bestand nicht wirklich die Gefahr einer Kollision.

14:25

Nachdem ich 2000 m erreicht hatte, stand meine Entscheidung fest, Richtung Norden zu fliegen.

14:45

Nordöstlich von Bad Tölz habe ich länger Zeit nach Thermik gesucht und über ein Moorgebiet endlich gefunden. Weiter nordöstlich gab es größeres Feuer. Kurz schoss mir der Gedanke durch den Kopf, diese als Thermikquelle zu nutzen. Aber die Luft war schon wahrlich turbulent genug und so habe ich den Gedanken wieder verworfen.

Ich bin der Straße Richtung Holzkirchen gefolgt, mit dem Gedanken, im Fall einer vorzeitigen Landung einfach per Anhalter oder Bus / Zug Richtung München mit genommen zu werden.

15:10

Ab einer Höhe von 1500 m nahmen die Turbulenzen merklich zu. Zeitweise bin ich früher aus der Thermik raus, weil mir das zu viel war. An der Stelle bin ich froh ein EN-B zu fliegen, der doch die stärksten Turbulenzen wegdämpft. Weiter oben war der Wind südwestlich.

15:20

Ab Holzkirchen habe ich mich entschlossen entlang der Bahnlinie zu fliegen, mit dem Gedanken nach einer Landung mit der S-Bahn heimfahren zu können.

15:33

Unterstützt durch den starken Südwind, angezeigt wurde mir zeitweise 15 km/h, ging es beschleunigt mit über 50 km/h Richtung Norden. Zeitweise hatte ich sehr starkes Saufen, so dass ich zu 2/3 beschleunigt geflogen bin.

15:39

Über Lochhofen wurde es merklich turbulenter und ich auch hatte auch kein Glück mehr mit der Thermiksuche.

Landung

So war es dann unausweichlich, die Landung in Sauerlach. Schade, wäre ich früher gestartet, wäre wohl mehr drin gewesen.

Heimfahrt

Da ich in der Nähe einer S-Bahn-Station gelandet bin, war die Heimfahrt einfach und schnell.

Flugdetails

Flugdetails findest du hier.

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